Astrid tour
Freitag, 18.07.2025
Unsere zweite Tagesfahrt war die unkonkreteste und „schwammigste“ Fahrt, die wir je gemacht haben. Wir hatten kein sicheres Ziel, wir wussten nicht, was uns so erwartet und wir hatten weder Zeit noch Geld für die Highlights (die teuren touristischen Attraktionen) längs des Weges – und es wurde eine der schönsten Tagesfahrten überhaupt.
Heute waren wir auf den Spuren von Astrid Lindgren unterwegs, was sich anbot, da wir ganz in der Nähe sind. Ungefähr eineinhalb Stunden Strecke bis Vimmerby, das ist der Ort, in dem Astrid aufgewachsen ist bei ihrem Vater Samuel August und der Mutter Hanna Eriksson. Da gibt es auch die berühmte Astrid Lindgrens Värld, ein großer Erlebnispark. Wir konnten ihn nicht besuchen, aber wer ihn nochmal erleben will, wird sicher nochmals nach Schweden fahren!

Wir besuchten dafür Kattult, den kleinen schwedischen Bauernhof im Dorf Gibberyd, auf dem damals die Michel-Filme gedreht wurden. Als nach den Dreharbeiten alles wieder zum normalen Hofleben zurückkehren sollte, kamen – Überraschung – plötzlich Besucher, und durch den weitreichenden Erfolg der Filme sogar Besucher aus ganz Europa. Daher war es logisch, dass der kleine Hof der Filmhof blieb und sich im Laufe der Zeit in eine Art Museum verwandelte. Wir bezahlten einen geringen Eintritt und hörten dafür viele „ahhs“ und „ohhs“ und „toll, genau wie wir es kennen!“ Alle waren wirklich begeistert davon!

Dann nutzen wir das schöne Wetter an einen Badesee in Vimmerby zu gehen und dort einige Zeit zu verbringen mit Mittag essen und baden gehen. Ein wunderschöner Ort mit schönem Sandstrand und Badestegen und dem typischen eisenhaltigen Wasser. Zum Essen gab es selbstgemachte Hotdogs und wir essen immer noch von dem leckeren Kuchen, den uns Eltern mitgegeben hatten. Der Nossensee bei Vimmerby ist ein Ziel, das man sich merken muss!

Ein weiteres Highlight der Tour war etwas typisch schwedisches. Aus den Michelfilmen kennen alle die Auktion, auf der Michel einige, in Augen der Erwachsenen unnötige Dinge, für wenig Geld ersteht. Freilich kann er die hinterher noch sehr gut gebrauchen. Auktionen gibt es heute nur noch sehr selten und wenn, dann hauptsächlich für die Touristen. Stattdessen gibt es ganz viele Scheunen- oder Garagenverkäufe, genannt „Loppis“. Wir suchten natürlich auch so einen Loppis auf, einen sehr großen und viele aus der Gruppe haben sehr günstig „Trödel“ eingekauft, bzw. ein echt tolles Schnäppchen gemacht. Wir würden sehr gerne noch weitere Loppis aufsuchen, ich fürchte nur, dass leichte Probleme kriegen könnten, wenn wir wieder nach Hause fahren… hoffentlich hat der Bus dann genug Stauraum!

